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Anwalt Familienrecht Zürich

Anwalt Familienrecht: KinderAnwaltskanzlei Wittibschlager, Rechtsanwaltskanzlei in Zürich

Die Rechtsanwälte von unserer Kanzlei Sie in familienrechtlichen Belangen und beraten Sie kompetent bei allen familienrechtlichen Anliegen rund um die Kinder. Erfahrene Anwälte im Familienrecht informieren Sie gerne in allen familienrechtlichen Bereichen, insbesondere im Kinderrecht und anderen Kindesbelangen. Anwalt Zürich, Ihre Kanzlei für Kindesrecht und Adoption. Bei Fragen im Kindesrecht und Adoption stehen Ihnen unseren Familienrechtsanwälte zur Verfügung.

 

Andere Kindesbelange

In der Familie werden die Kinder erzogen und sozialisiert, d.h. sie werden in die Gesellschaft und deren Normen eingeführt. Im Idealfall erhalten Kinder Geborgenheit und Unterstützung. Dies brauchen sie, um sich ihren Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln.

 

Andere Kindesbelange: Kinderrecht

Kindsrecht
ZGB 270ff: Achter Titel: Die Wirkung des Kindsverhältnisses

 

Kann ein Kind bei seiner Erziehung und seiner Ausbildung mitbestimmen?

Bei der Erziehung soll das Kind seiner Reife und seiner Urteilsfähigkeit entsprechend mitbestimmen können. Die Gehorsamspflicht bleibt grundsätzlich bestehen.

 

Recht auf Ausbildung: Die Eltern müssen dem Kind eine schulische und berufliche Ausbildung ermöglichen, welche seinen Neigungen, Fähigkeiten und Begabungen entspricht. Der Wille des Kindes sollte dabei respektiert werden.

 

 

Vertretung der Kinder (ZGB 304): Gegenüber Drittpersonen wird das Kind im Rahmen der elterlichen Sorge vertreten.

 

Wohl des Kindes im Allgemeinen ZGB 301: Die Eltern sind zuständig für die Pflege und Erziehung und das Wohl des Kindes.

 

Das Wohl der Kinder bei einer Trennung: Falls sich die Eltern scheiden oder Trennen lassen, sorgen gesetzliche Regelungen für das Wohl der Kinder. Der Kinderschutz steht hierbei im Zentrum des Interesses. Der Schutz der Kinder muss garantiert sein! Das Wohl des Kindes darf unter keinen Umständen gefährdet sein, ansonsten sorgen die Familiengerichte oder die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) mittel Kinderschutzmassnahmen für das Wohl der Kinder. Verfügt werden können Ermahnungen der Eltern bis zur Anordnung von Beistandschaft oder im manchen Fällen sogar Fremdplatzierung.

 

Wer haftet für die Familie?

Familienhaftung/ Verantwortlichkeit der Familiengemeinschaft: ZGB 333= Das Familienhaupt haftet für Schäden Unmündiger, Entmündigter, Geistesschwacher oder Geisteskranker der eigenen Familie.

 

Wie lange müssen die Eltern für die Kinder finanziell aufkommen?

Unterhalt ZGB 163: Eheleute sorgen gemeinsam für den Unterhalt. ZGB 276ff: Die Eltern haben für den Unterhalt des Kindes aufzukommen: Bis zum vollendeten 18. Altersjahr (Mündigkeit) oder bis eine angemessene Erstausbildung abgeschlossen ist. Unterhaltspflicht: Die Kosten für Pflege, Erziehung und Ausbildung müssen die Eltern tragen. Diese Pflicht nennt man Unterhaltspflicht. Die Eltern müssen der Unterhaltspflicht bis zu deren Mündigkeit nachkommen. Wenn die Ausbildung eines Kindes länger geht, besteht die Unterhaltspflicht der Eltern, soweit zumutbar, bis zum ordentlichen Abschluss der Erstausbildung. Es besteht hierbei keine Alterslimite. Alimente sind Unterhaltsbeiträge an ein uneheliches oder aus geschiedener bzw. getrennter Ehe stammende Kind oder an den geschiedenen bzw. in ehelicher Trennung lebenden Partner.

Lohn (Arbeitserwerb) des Kindes und Taschengeld: Über das Taschengeld und über Selbstverdientes kann das Kind selber verfügen. Bei sehr teuern Anschaffungen, müssen die Eltern zustimmen. Wohnt das Kind noch bei den Eltern, so dürfen diese einen angemessenen Beitrag an die Haushaltskosten verlangen.

 

Gibt es eine Pflicht der Kinder, für den eigenen Unterhalt mitzusorgen?

Kann dem Kind aufgrund der Umstände zugemutet werden, den eigenen Unterhalt mitzubestreiten, sind die Eltern in diesem Umfang von ihrer Pflicht befreit. Eltern können von erwerbstätigen Kindern, die im gemeinsamen Haushalt wohnen, allenfalls einen angemessenen Beitrag an den Unterhalt verlangen. Studieren die Kinder, sollen sie nach Möglichkeit mithelfen, das Studium zu finanzieren.

 

Wer verwaltet das Vermögen unmündiger Kinder?

Durch Erbschaften und Schenkungen können Kinder zu ihrem eigenem Vermögen kommen. Die Verwaltung dieser Vermögen müssen die Eltern besorgen, solange ihnen die elterliche Sorge zusteht. Die Erträge aus diesem Kindesvermögen dürfen für deren Unterhalt verwendet werden. Wollen die Eltern das Kindesvermögen verwenden, so müssen sie die Bewilligung der Kindesschutzbehörde einholen. Das Kindesvermögen wird grundsätzlich von den Eltern verwaltet. Den eigenen Arbeitserwerb verwalten die Kinder in der Regel jedoch selber. ZGB 318 – 320: Die Eltern haben das Recht und die Pflicht, das Vermögen des Kindes zu verwalten, aber nur in seltenen Fällen das Recht, es auszuzehren. Die Erträge des Vermögens können hingegen für den Unterhalt, Erziehung und Ausbildung des Kindes verwendet werden.

 

Dürfen die Eltern mit dem Erbe Ihrer Kinder ein Auto kaufen?

 

ZGB 319: Die Eltern dürfen nur die Erträge für den Unterhalt und die Erziehung der Kinder und, wenn nötig, für die Haushaltführung verwenden. Das Vermögen an sich darf nicht angetastet werden.

Haben Sie keine Kinder? Wollen Sie ein Kind adoptieren?

Was sollte man über das Thema Adoption wissen?

Adoptivkinder sind in sämtlichen rechtlichen Belangen den leiblichen Kindern gleichgestellt. Gewisse Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein:

Sie müssen mindestens 16 Jahre jünger sein als die Adoptiveltern.
Beide leibliche Eltern müssen in der Regel der Adoption zustimmen.
Wenn das Kind urteilsfähig ist, muss es der Adoption, nebst den leiblichen Eltern, auch selbst zustimmen.
Ehepaare können nur gemeinsam adoptieren (gemeinschaftliche Adoption).
Ehepaare müssen mindestens fünf Jahre verheiratet sein oder mindestens 35 Jahre alt sein.
Auch die Adoption eines Kindes des anderen Ehegatten, auch Stiefindadoption genannt, ist erst nach fünfjähriger Ehe möglich.
Eine mindestens 35-jährige ledige Person darf alleine eine Kind adoptieren.
Jeder Adoption muss ein Pflegeverhältnis von wenigstens einem Jahr vorausgehen.